Die Botanicus Biogärten entstanden schrittweise seit 1999 und erstrecken sie sich heute über eine Fläche von 30 Hektar. Unser Gedanke war vor allem Kräuter und Pflanzen in eigenen ökologischen Gärten zu ziehen, sie unmittelbar zu verarbeiten und hochqualitative Produkte unter einer eigenen Marke mit klassischem Design zu erzeugen, welches das goldene Zeitalter Böhmens – die Renaissance – wieder spiegelt. Heute bewirtschaften wir die Gärten ökologisch, das heißt ohne Einsatz von chemischen Präparaten, Kunstdünger oder Wuchsstoffen. Die Gärten gliedern sich in verschiedene Arten Zier- und Produktionsgärten, die miteinander verzahnt sind. Im Jahr 2001 wurde unser Anbau als BIO zertifiziert – seit dieser Zeit verwenden wir die pflanzlichen Rohstoffe in der Kosmetik und in anderen Produkten.

 

Unser Weg zur BIO-Zertifizierung:  Zur Erlangung des Zertifikats für ökologische Landwirtschaft mussten die Rohstoffe klar definiert werden, die in unseren Kosmetika enthalten sind, und ausschließlich auf natürliche und aus der Natur stammende Stoffe zurückgeführt werden.

 

Die wichtigsten Parameter, die alle Anbauer von BIO-Rohstoffen erfüllen müssen und die regelmäßig von den Zertifizierungsorganisationen überprüft werden, sind: • bei Obstgärten und in Weinbergen ist für eine Vegetationsdecke zu sorgen, die mit dem Abdecken von Ackerboden durch Mulch kombiniert werden kann, • der Boden ist schonend zu bearbeiten, in Hinblick auf eine Verbesserung seiner physikalischen Eigenschaften, seiner Fruchtbarkeit und erosionsbremsenden Wirkung, • es dürfen nur Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfspräparate und Substrate eingesetzt werden, die von den Durchführungsbestimmungen für den biologischen Anbau zugelassen werden, • es ist ökologisches Saat- und Pflanzgut zu verwenden, in Ausnahmefällen ungebeiztes konventionelles Saatgut, • zum Pflanzenschutz dürfen nur natürliche Stoffe, Verfahren und Zubereitungen verwendet werden, die in den Durchführungsbestimmungen für den biologischen Anbau genehmigt werden, • durch Fruchtwechsel muss zur Senkung der Populationsdichte von Unkräutern, Krankheitserregern und Schädlingen beigetragen werden und es sind die in den Durchführungsbestimmungen festgelegten Grundsätze für den Fruchtwechsel einzuhalten, • beim Anbau der Pflanzen ist eine ausgewogene Saatfolge einzuhalten, die auf den Erhalt und die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und des Gehalts an organischen Stoffen im Boden, die Sicherstellung der Nährstoffe für das Pflanzenwachstum sowie auf eine Minimierung der Nährstoffverluste gerichtet ist, • alle Hofdünger, die nicht vom Ökobauernhof stammen, müssen kompostiert oder fermentiert sein. • es ist verboten, Hofdünger zu verwenden, der aus Geflügel-Käfighaltungen und Haltungen stammt, bei denen die Tiere ununterbrochen auf Rosten gehalten werden, • es ist verboten, Klärschlamm und Abwasser zu verwenden, mit Ausnahme von Klärschlamm und Abwasser aus dem eigenen Ökobauernhof, • zum Anbau und zur Lagerung dürfen keine chemischen Stoffe eingesetzt werden, oder nur jene, die in der ökologischen Landwirtschaft erlaubt sind.

 

Zurzeit setzen wir das derart freigegebene Pflanzenmaterial nicht nur als Rohstoff für die Kosmetikartikel ein, sondern stellen auch zahlreiche Lebensmittel und Lebensmittelprodukte daraus her. Die interessantesten sind Tee, Marmeladen, Sirups und Chutney-Soßen. All diese Produkte werden händisch und in kleinen Serien und Mengen so erzeugt, dass ihre natürlichen Eigenschaften so weit als möglich erhalten bleiben. Eine Reihe von ihnen enthält keine Konservierungsmittel. Alle Erzeugnisse tragen das Kennzeichen BIO KEZ. Die tschechische Prüforganisation KEZ nimmt jährlich Kontrollen der Anbauverfahren und der Produktqualität vor.